Wie du mit diesen 4 Transformationen lernst anzunehmen

Presst du dich manchmal in eine Idealvorstellung, so ganz nach dem Motto: Wer nimmt, ist ein Egoist? Und da du kein Egoist sein willst, fällt es dir schwer zu nehmen? Für mich hat nehmen nichts (oder sehr wenig) mit Egoismus zu tun. Nehmen zu können hat für mich vielmehr mit einem gesunden Selbstwert zu tun. Denn nur wer nehmen kann, ist auch frei zu geben. Da du bestimmt genug gibst, tust und machst zeige ich dir heute die 4 Transformationen damit du Annehmen lernst.

Transformation Nr. 1: Sorge dafür, dass deine Waagschale im Gleichgewicht ist

Erlaube dir jetzt deine Waagschale ‚Geben & Nehmen’ zu betrachten. Sei ehrlich mit dir. Ist sie im Gleichgewicht? Oder gibt es ein Pol, welcher stärker ausgelebt wird als der andere? Das eine ist nicht besser als das andere. Es geht hier lediglich darum, dass du ehrlich zu dir selbst bist und falls nötig, eine Korrektur vornehmen kannst. Aus meiner Erfahrung weiss ich, dass wir Frauen und auch insbesondere Coaches, Berater und Beraterinnen die Tendenz haben, mehr zu geben. Wir haben es fast im Blut, immer helfen zu wollen. Geben, geben und geben. Falls das bei dir der Fall ist, lerne auch zu nehmen. Denn wenn deine Waagschale nicht im Gleichgewicht ist, entstehen Konflikte. Vielleicht zeigt sich das anhand von kleinen, fast übersehbaren Konflikten. Das können Unstimmigkeiten in dir sein. Eine Stimme in dir sagt, du hast es verdient. Und gleichzeitig sagt eine andere Stimme in dir, sei nicht so egoistisch. Irgendwann verlagern sich kleine, innere Konflikte nach Aussen. Wenn du die Botschaften in deinem Innern überhörst, werden sie sich in deinem Umfeld zeigen. Konflikte innerhalb der Partnerschaft, mit Arbeitskollegen oder mit Freunden. Und das nur, weil deine Waagschale nicht im Gleichgewicht ist? Sorge dafür, dass Geben und Nehmen im selben Mass stattfindet.

Transformation Nr. 2: Erklärung an’s Universum

Das Universum ist Fülle pur. Es hat so viel zu geben. Ganz viele Geschenke, welches das Universum den Menschen macht, können gar nicht angenommen werden. Die Geschenke finden keine Abnehmer, da die meisten Menschen zu wenig annehmen können. Wie wär’s, wenn du dem Universum erklärst, dass all die Geschenke, die keinen Abnehmer finden, zu dir kommen? Das könntest du dem Universum wie folgt mitteilen:

Liebes Universum. Wenn du jemandem auf dieser Erde ein wundervolles Geschenk machst, und dieser jemand nicht bereit ist dieses Geschenk zu empfangen, dann lass es zu mir kommen. Ich bin offen und bereit, all die wundervollen Geschenke von dir zu empfangen. Danke!

Wie fühlst du dich, wenn du das aussprichst? Ich empfehle dir, wenn du’s ernst meinst, schreib es auf! Am besten in deinen eigenen Worten.

Transformation Nr. 3: Glaubenssätze verändern

Im Laufe unseres Lebens formen wir unsere Überzeugungen und Glaubensmuster. Das beginnt schon ganz früh – die ersten Menschen in deinem Leben prägen dich. Du schaust ganz viel von ihnen ab. Meistens sind das deine Eltern, dann folgen Erziehungspersonen, Lehrer und Lehrerinnen. Das Übernehmen dieser Überzeugungen ist nicht per se schlecht. Es ist einfach so. Irgendwann kommt der Moment wo du erkennst, dass es Überzeugungen und Prägungen in dir gibt, welche dir nicht mehr dienlich sind. Ganz egal wann du sie gebildet hast oder von wem du sie übernommen hast. Der erste Schritt für Veränderung ist das Erkennen. Erkenne deine jetzigen Glaubensmuster zum Thema Annehmen. Was hat man dir als Kind beigebracht? Was wurde dir in der Schule erzählt?

Hier ein paar Beispiele für Glaubenssätze, welche aus meiner Erfahrung ganz viele Menschen in sich tragen (und nicht dienlich sind):

Ich darf nicht annehmen.

Wer nimmt, ist ein Egoist.

Ich habe es nicht verdient.

Ich bin nicht gut genug.

Fühle, was diese Glaubensätze mit dir machen. Wenn du ein ungutes, einengendes, beklemmendes Gefühl hast, gehst du mit diesen Überzeugungen in Resonanz. Resonanz heisst, dass sie noch in dir sind und wirken. Jetzt kommt der entscheidende Punkt: Ent-scheide dich, dass diese Überzeugungen Vergangenheit sind. Scheide, trenne dich von diesen alten Mustern. Entscheide dich in diesem Moment neu, zum Beispiel so:

Ab jetzt darf ich annehmen.

Ab jetzt steht es mir zu, zu nehmen.

Ab jetzt bin ich gut so wie ich bin.

Ab jetzt habe ich es verdient.

Fühle den Unterschied zwischen den alten, nicht mehr dienlichen Glaubenssätzen und den neuen Glaubenssätzen. Transformiere alle deine bisherigen alten Glaubensmuster in dem du sie in dienliche (ab jetzt gilt: …) umformulierst.

Transformation Nr. 4: Erlaube dir, zu nehmen

Niemand wird auf dich zukommen und dir sagen, was dir zusteht. Für das sind die Menschen viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt und es ist deine Verantwortung, dass du zu dir schaust. Wenn jeder zu sich selbst schaut, ist für alle gesorgt 🙂 Also, erteile dir ganz offiziell die Erlaubnis, anzunehmen. Erlaube dir, einfach du zu sein. Es ist ganz einfach. Wenn du etwas haben willst, musst du es dir zuerst erlauben. Hier ein paar Beispiele:

Ich erlaube mir so zu sein wie ich bin.

Ich erlaube mir anzunehmen.

Ich erlaube mir mein eigenes Leben zu führen.

Ich erlaube mir frei zu sein.

Ich erlaube mir zu strahlen.

Ich erlaube mir glücklich zu sein.

Ich bin überzeugt, dass du bestimmt noch einige Dinge findest, welche du dir erlauben darfst. Also, leg los… 🙂

 

Schreib jetzt ins Kommentarfeld, wo du gerade zum Thema Annehmen stehst. Auf einer Skala von 1 bis 10, wobei 1 bedeutet ich kann überhaupt nicht annehmen und 10 heisst, ich lass mich liebend gerne beschenken, wo stehst du gerade? Und wo willst du hin? Ich freue mich von dir zu lesen 🙂

 

2 Gedanken zu „Wie du mit diesen 4 Transformationen lernst anzunehmen“

  1. Liebe Sabrina

    Interessante Frage, wo stehe ich von 1 bis 10. Und spannend, dass ich im Annehmen recht gut bin, im Nehmen noch eher zögerlich. Würde sagen, Annehmen etwa 8 und Nehmen etwa 4. Aber beim Annehmen hat es noch etwas im Hintergrund. Kann ich das Annehmen immer voll und ganz geniessen und mir gönnen? – Danke für den Denk- und Fühl-Anstoss!

    En liebe Gruess
    Sonja

    1. Liebe Sonja
      Danke für’s Teilen was dich grad beschäftigt. Ja, Annehmen wenn dir was geschenkt wird und nehmen, was dir zusteht ist nochmal was anderes 🙂 Auf jeden Fall tolle Erkenntnis! Der erste Schritt um etwas zu Verändern ist das Erkennen, wo du stehst. Und jetzt geh Schritt 2, 3, 4 … und nimm an 🙂
      Alles Liebe,
      Sabrina

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